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Aus dem Fundus: wie aus 25 Tonnen Malz 500 werden, aus 15.000 Euro Schaden werden 187.500 Euro Gewinn

09.05.2021

Es war wohl so um den 19. November 2001 herum, da kam es zu einem Fehler bei der Annahme einer Gerstenfuhre in einer Mälzerei. 10-15 Tonnen Gerste wurden auf ein für eine Südamerikaverladung befülltes Malz-Silo von rund 480 Tonnen "gelegt". Die Malz-Gerstenmischung konnte relativ einfach wieder entnommen werden, natürlich mit einer geringen Vermischung. Vermischt waren 25 Tonnen. Der Versicherungsgesellschaft wurde ein Schaden von über 200.000,-- Euro durch die Geschäftsleitung gemeldet. ...

Verantwortlich für solche Versicherungsbetrügereien sind immer die Geschäftsführer, da ohne Ihre Unterschrift und Anweisung eine keine Assekuranz-Makler tätig würden. Involviert in die gesamte Durchführung sind vor Allem die Administration und die Technik/Produktion. Diese werden durch die Geschäftsführer oder Gesellschafter angewiesen und instruiert.

Diese intern und extern dokumentierten Versicherungsfälle sind natürlich hochsensibel und werden nur einem überschaubaren Teilnehmerkreis gegenüber vorgetragen und angewiesen. Leitenden Funktionsträger die unabdingbar durch die Geschäftsleitung eingebunden werden müssen. Funktionsträger die gegenüber der Versicherung dann oftmals das Unternehmen und den Betrug zu vertreten haben, ohne einen direkten Nutzen oder Vorteil zu haben. Der innere Kompass wird morgens an der Garderobe abgegeben.

Es spielt bei diesen Gewerbe- und Industrieversicherungen auch keinerlei Rolle in welcher Branche diese Betrügereien erfolgen: Ob Fleischerei oder Gärtnerei, ganz egal. Schillernde Persönlichkeiten die keinerlei Hemmungen haben gibt es überall!

"... Am Freitag kam es zu bekanntem Schaden. Das entnommene Malz/Gerstengemisch wurde in eine separate Zelle eingelagert. Es wird von dort über unseren Schippler aufbereitet (Technik), sodass es für die Verladung Kaiser dann zur Verfügung steht. Hierbai wird es etwa zu einem Verlust von 5% in Richtung Malzkeimerlöse und Grieserlöse kommen....bei einem angenommenen Schaden von ... Differenz Malzerlöse/Malzkeimpellets von rd. 400,--/Tonne entsteht Gesamtschaden somit: 15.000,-- ... es wird der Standpunkt vertreten, das die gesamten 500 Tonnen nur noch als Futtergerste verkauft werden können ... dann ergibt sich eine abzurechnende Schadensumme von 202.500,-- Euro ..."

So, oder so Ähnlich lief es dann. Nun ja, eine heute längst gelöschte Mail, verfasst und verteilt, damit alle das Gleiche vortragen. Alles Schnee von gestern, aus dem unerschöpflichen Mälzer-Fundus.

Geändert hat sich bis heute an solchen Strategien und Verfahrensweisen nichts. Warum auch: Je größer der Schaden, desto einfacher das Potenzial und der Wille der Industrie-Versicherer zur Regulierung.

Lesen Sie die "Mittelstands Mafia und das deutsche Reinheitsverbot". Der Insiderreport der die Fakten aus 30 Jahren Lebensmittelproduktion in Mälzerei und Brauerei benennt. Schonungslos selbstkritisch. Das Ende des "deutschen Reinheitsgebotes von 1516". 505 Jahre Storytelling und Fake-News sind genug. Das angeblich "älteste Lebensmittelgesetz der Welt" hat ausgedient.

Schönes Wochenende!

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